Sep 28

Da Diane wieder zur Arbeit musste, lud sie mich nur rasch zuhause ab und ging danach wieder weiter. Zuvor durfte ich aber noch mit ihr einen kurzen Einkauf machen, was ich gerne zum Frühstück hatte. Normales Brot habe ich bis jetzt noch nicht gesichtet. Es gibt nur Toast.
Bei der Milch fragte sie mich auch welche ich gerne möchte. Da wusste ich aber noch nicht, dass es zwischen unserer Schweizer Milch und der Australischen einen so grossen Unterschied gibt.

Zuhause räumte ich zuerst meine Sachen in den kleinen offenen Schrank und nahm eine kalte dusche, damit ich nicht einschlafen sollte.
Alls alles verräumt war, wollte ich eigentlich noch ein wenig in meine Buch lesen, schlief aber darüber ein. So was ist mir schon lange nicht mehr passiert.
Ich erwachte erst wieder als Diane schon zuhause war und gekocht hatte. Es gab ein stück Fleisch mit Pilzsauce darüber und Salat mit Käse.
Nur mochte ich zurzeit gar nicht essen und es schmeckte mir ehrlich gesagt auch nicht besonders. Ich stehe einfach nicht so auf viel Knoblauch.
Wir schauten uns zusammen Football an, da hierzulande gerade Meisterschaften sind und sie ein riesen Fan von „Storm“ ist.
Danach wurde es auch schon wieder Zeit für ins Bett.

Sep 28

Heute Morgen habe ich so lange mit Aufstehen gewartet, bis Diana gegangen war. Das wurde dann ca. 8.00 Uhr.
So das erste Frühstück in Australien.
Da ich gestern mein Nachtessen nicht aufgegessen habe, (ist nicht unbedingt mein fall) machte ich mich heute Morgen daran. Der Käse im Salat wird mir sicher gut auf einem Toast schmecken. Milch dazu und evtl. das Fleisch und den Salat doch noch runterwürgen.
Mein Fazit nach dem Morgenessen:
Die Milch ist nicht dieselbe wie in der Schweiz. (Liegt sicher an den Kühen, die dürfen ihre Milch nicht zu lange in der Sonne stehen lassen, sonst wird sie sauer ;-)
Sie schmeckt grässlich, wie das normale Wasser auch. (Es ist Trinkwasser, habe ich abgeklärt)
Das Fleisch kann ich kalt essen, aber irgendwie schmeckt es sehr stark nach Knoblauch und der Salat ist OK. Die Oliven schmecken aber nicht nach Oliven und die Milch ist wirklich scheusslich. Das Toastbrot ist das am besten.

Die Küche wird so aufgeräumt, Geschirr abspülen und am Abend wieder brauchen. Man läst es über den Tag an der Luft trocknen.

Überall in de Wohnung (Haus kann man fast nicht sagen. Am Manuel seine Wohnung ist das sogar noch grösser) hat es kleine Ameisen. Wenn irgendwo ein Krümel liegt, kommen sie zu Hunderten.
Ich denke Diana hatte, bevor ich kam, die Wohnung geputzt. Alles war recht sauber, aber nach einem Abend sieht man den Schmutz schon recht gut.
Man läuft den ganzen Tag mit den Schuhen im Haus herum und kommt von der Garage direkt ins Wohnzimmer.

Geschlafen habe ich eigentlich recht gut, das Bett ist ganz weich und man verschwindet fast in der Matratze.
Heute Morgen um 3.00Uhr gab es aber ein Geschrei. Keine Ahnung was das war. Vielleicht einige Jugendliche oder ein Tier.
Aber die Vögel zwitschern so schön.
Der Druck in meinen Ohren vom Vortag ist noch immer nicht verschwunden, was mühsam ist, hoffentlich geht das endlich vorbei.

Für meinen Laptop habe ich keinen 3er- Übergangstecker gefunden und daher versuchte ich ihn an meinem Bett zu verbiegen, aber keine Chance. Vielleicht finde ich aber heute einen beim einkaufen.

Wenn man hier die Nase nach draussen streckt, riecht es nach Ferien. Aber alleine getraue ich mich noch nicht nach draussen.

Am Nachmittag als Diana nach Hause kam, gingen wir zusammen Einkaufen. Zuerst in einen Elektroladen, da ich ja ein Kabel für meinen Laptop brauchte.
Der Laden war riesig und bis oben voll mit Elektrogeräten. Mein Kabel bekam ich da auch 
Danach ging es weiter Richtung City. Dort machten wir im Central halt. Das ist ein Traum für alle Frauen ;-) ein grooooosses Einkaufshaus.
Dort machten wir uns wieder auf die Suche nach ihrer Druckerpatrone und ich kaufte mir noch eine neue Handynummer für in Australien.
So machten wir noch einen Spaziergang durch das Einkaufshaus und sie zeigte mir die einzelnen Läden.
Auf dem Heimweg fuhren wir an der Schule vorbei und am Strand. Sie erklärte mir wie das mit den Busen funktioniert, aber irgendwie ist mir das noch nicht so geheuer und zeigte mir die einzelnen Haltestellen.
Zuhause angekommen probierte ich das neue Kabel aus und konnte, so mit einem offenen Wireless, das erste Mal nach Hause telefonieren.
Zum Nachtessen gab es Pizza vor dem Fernseher und im Hintergrund lief Football. Ich muss schon sagen ein krasser Sport.

Sep 28

Da ich erst am Mittwoch mit packen anfing, war mein Mami schon sehr nervös im Voraus. Als ich dann um 4Uhr anfing den Koffer umzupacken, da ich zuviel Gepäck hatte lagen ihre Nerven fast blank und sie stand neben mir um alles zu kontrollieren. Was mich schlussendlich nervte.
Ich wurde aber rechzeitig fertig und konnte mich so noch von der Familie Gubler und Papst verabschieden.
Um 18.45 Uhr schafften wir es dann doch alle miteinander von zu Hause abzufahren.
Am Flughafen einchecken war keine Sache. Da wurde mir aber schon klar, dass er recht schwierig sein würde jemanden jüngeren aus der Schweiz als Mitreisende zu finden. Was sich bis Singapur bestätigte.
Nach einem kurzen Nachtessen hiess es dann an der Passkontrolle Abschiednehmen.
Mit doch ein wenig Tränen vergiessen, wegen einer so langen Zeit, und ohne einen erneuten Blick zurück ging es dann Richtung Gate.
Ich habe sogar auf Anhieb das richtige Flugzeug gefunden ;-)
Im Flugzeug sass ich dann neben einem frisch verheirateten Paar, welches in die Flitterwochen nach Dubai reiste.
Mit einigen Turbulenten und Luftlöcher (die mag ich besonders) landeten wir dann aber doch alle Heil nach 12 Stunden und 5 Minuten Flugzeit in Singapur.

Wie immer auf dem Damenklo, machte ich Bekanntschaft mit Sarina. Sie flog von Zürich nach Perth und musste wie ich in Singapur umsteigen. Ich muss sagen, dass war nicht unbedingt so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe. Das richtige Gate für ihren Weiterflug fanden wir schnell und meins was auch ganz in der nähe (dachte ich am Anfang, ist aber nicht immer so).
So hatte ich ca. für 3 Stunde noch die Gelegenheit einwenig schweizerdeutsch zu sprechen, bevor es mit englisch weiter ging. Zum guten Glück gibt es aber auf dem Flughafen gratis Internet (wenn es mal funktioniert), was mir ermöglichte eine kurzes Lebenszeichen nach Hause zu schicken.
Nach 5 Stunden Aufenthalt flog ich weiter nach Brisbane der Morgensonne entgegen. Es war fantastisch in der Dunkelheit noch die einzelnen kleinen Lichter zu sehen,(Diesmal hatte ich einen Fensterplatz ) ich bin mir zwar nicht sicher ob es um den Uluru wirklich Einwohner gibt. Und so erreichte ich um 6.35 Uhr früh nach diesmal knapp 7 ½ Stunden den Flughafen in Brisbane.

Angekommen am Flughafen ging es los. Wo musste ich hin? Zur Zeit sind sie den Flughafen am umbauen und irgendwie wurde es für mich zu kompliziert. Zuerst stand ich an der Passkontrolle an aber ein anderes Schild zeigte Transit an einen anderen Ort. Also raus aus der Schlange und dem Schild entlang. Komischerweise gab es da keine Leute und nur ein Sicherhitsmensch. Gut mal fragen wo ich hin muss.
Zurück zu Schlang, welche immer länger wurde. Meine Zeit drängte langsam ich hatte nicht mehr einen so langen Aufenthalt wie in Singapur. Endlich durch die Passkontrolle wo musste ich hin? Es gab nur Schilder mit Exit. Ich will doch nicht raus, ich sollte doch nur bis zum nächsten Flugzeug gelangen. Nächste Person fragen, wo muss ich hin? Hmm,…. Nach dem Förderband von den Koffern nach draussen. OK dann stehen wir mal wieder bei einer Schlange an. Das komische war, alle hatten ihren Koffer dabei. Musste ich mir diesen auch schnappen. Aber ich habe doch in Zürich extra gesagt, dass ich gerne durchchecken würde. Schauen wir sicherheitshalber doch mal nach. Wieder raus aus der Schlange und zum richtigen Förderband. Hat sich im Nachhinein als gut erwiesen. Mein Koffer drehte da nämlich schon fast alleine seine Runden. Koffer packen und wieder anstehen.
In Singapur mussten wir ein kleines Formular ausfüllen, was zeigen sollte was wir alles dabei haben. Drogen? Nein. Viel Geld? Nein…. und so weiter. Was ganz interessant ist. Es steht ganz klein im Zweifelsfall sollte man Yes ankreuzen. Auf so was wollte ich mich aber nicht einlassen. Ich musste meinen kleinen Zettel sicher vier Mal zeigen, bis ihn irgendjemand am Röntgengerät einsammelte. Eine Schweizerin vor mir, musste ihren ganzen Koffer ausräumen und ihren Inhalt zeigen. Ich denke dadurch waren sie ein bisschen abgelenkt und sahen meine gut verpackte Schokolade nicht so gut, welche ich nicht angegeben habe, aber pssssst.
So wo musste ich jetzt hin? Es führte leide nur ein Weg nach draussen. Und so landete ich im Empfangsbereich.
Nein, da hin wollte ich ganz bestimmt nicht. Super, zur nächsten Person und sie fragen wo hin des Weges. Der Gute Mann machte ein ganz ratloses Gesicht und meinte dann, dass ich aber draussen stehe, nach kurzem Überlegen meinte er aber dann ich solle doch einen Stock höher und dort nochmals weiter schauen. Leider gab es nur eine Rolltreppe mit Tritten und keine wo man mit den Rollis hoch kommen könnte. Am Lieft standen mir wieder zu viele Leute an und so suchte ich mir einen anderen Weg.
Ah! ein Quantas Schalter, ja dann fragen wir mal da. Dieser Herr liess mich gar nicht zu Wort kommen und wollte nur meinen Koffer und mein Ticket, damit er mir ein neues geben konnte mit dem Logo Quantas versehen.
Der Nächste Auftrag lautete, Rolltreppe hoch bis Ebene 3 dann über die Brücke bis zum Zug.
Auf der anderen Seite kauften sich aber einige Zug Tickets, muss ich das auch?
So streckte ich dem Werter mein Flugticket hin, der mich ohne weiteres durch lies. Aha, das Flugticket zählt auch als Zugticket. OK
Nächste schwierige Hürde folgte. Wo musste ich aussteigen? Der Zug fuhr gemäss Fahrplan bis in die City.
Also steigen wir mal vorsichtshalber bei der ersten Haltestelle aus. Richtig gedacht. Ich befand mich wieder in der nähe des Flughafens. Also Aussicht halten, auf welchem Gate mein nächster Flug geht.
Gesagt getan. Wieder durch eine Kontrolle mit dem durchleuchten des eigenen Handgepäck. (Ich habe vergessen meine Flüssigkeiten separat heraus zu nehmen, sie haben aber nichts bemerkt.) und zum Gate hetzen.
Dort musste ich nur 5 Minuten warten und wir konnten schon in den Flieger einsteigen. Geschafft!
Diesmal hatte ich wieder einen Fensterplatz und konnte so in ruhe den Flug geniessen. Davon schlief ich aber die meiste Zeit, da bei der ganzen Reise mein schlaf irgendwie einwenig zu kurz kam.
Der Start verlief gut. Das etwas kleinere Flugzeug, legte einen Start hin, als währe es ein Pferd in der Startbox. Es scharrt und will los und kann erst, wenn das Tor geöffnet ist.
Wir drehten eine Runde über Brisbanecity welches sehr eindrücklich war. (siehe Fotos. Ich drückte aber leider ein bisschen zu spät ab) und flogen dann Richtung Carins weiter.

In Carins am Flughafen wird auch umgebaut, aber ich fand meine Hostmama recht schnell. So, Koffer packen und uns auf die suche nach dem Auto machen.

Sep 25